">

Historischer Klosterspeicher Alt Farpen

 

Startseite  |   Ortsgeschichte  |   Baugeschichte  |   Bestand  |   Aussenmauerwerk  |   Fotogalerie  |   Sitemap  |   Impressum  

Das älteste erhaltene Gebäude der Grangie Farpen des Kloster Doberan

Das Doberaner M├╝nster ist weit ├╝ber die Grenzen Mecklenburg Vorpommerns hinaus bekannt. Markantestes Zeichen ist die aus Backstein erbaute Klosterkirche des ehemaligen Zisterzienserkloster. Aber ein Kloster im Mittelalter war erheblich mehr als das die Kirche umgebende Klostergel├Ąnde mit seinen Geb├Ąuden. Ein Kloster der Zisterzienser lebte im Mittelalter von seinen G├╝tern, die nicht selten ├╝ber weite Entfernungen im Umkreis verteilt waren. Eines dieser mittelalterlichen G├╝ter war die Grangie Alt Farpen im Nordosten der Hansestadt Wismar. Auf diesen Seiten m├Âchten wir den Historischen Kornspeicher vorstellen, neu gewonnene Erkenntnisse ver├Âffentlichen und interssierte einladen an der Entdeckung und Erhaltung des mittelalterlichen Backsteingeb├Ąudes teilzuhaben.

Speicheransicht Sommer 1997

Sp├Ątestens mit den gro├čen Aktionen und Ausstellungen zur Stra├če der Backsteingotik haben tausende Bewunderer der Baukunst des Mittelalters das M├╝nster in Bad Doberan besucht. Nicht allein die Klosterkirche ist zu bestaunen, auch das Klostergel├Ąnde hat Vieles zu bieten. In den Listen der von der Europ├Ąischen Union gef├Ârderten bedeutenden Bauten auf der Stra├če der Backsteingotik wird man diesen Speicher vergeblich suchen. Dennoch ist seine Geschichte mit der des ber├╝hmten Doberaner M├╝nster eng verkn├╝pft. Auf den ersten Blick ein alter Speicher in bedauerlichem Zustand; aber bereits die ersten Erkenntnisse, die zusammen mit Prof. Dr. Braun von der Hochschule in Wismar in Erfahrung gebracht werden konnten, zeigten uns, dass viel mehr hinter den Mauern dieses Geb├Ąudes steckte. Dank der Initiative von Prof. Braun konnte eine sehr engagierte junge Studentin f├╝r unser Haus begeistert werden. Und die geschichtlichen Erkenntnisse waren f├╝r uns sehr interessant. So haben wir erfahren, dass es sich h├Âchstwahrscheinlich um ein Geb├Ąude aus dem Mittelalter handelt. Alt Farpen ist seit der Zeit um 1200 herum ein landwirtschaftlicher Hof, eine sogenannte Grangie des Zisterzienserklosters Doberan gewesen. Der alte Kornspeicher war wahrscheinlich eines der Wirtschaftsgeb├Ąude (z.B. Lagerhaus) dieser Grangie.

Das genaue Baujahr konnte bisher noch nicht bestimmt werden. Bisher haben wir diverse Schätzungen von Bausachverständigen und auch bekannten Bauforschern gehört aber eine genaue Datierung des Baujahres ist bisher leider nicht möglich gewesen. Es sind in der Zeit seit dem Bau sehr viele Umbauten am Gebäude vorgenommen worden. Ein hoffungsvoller Ansatz die sehr alten Deckenbalken über dem Kellergeschoss mittels Dendrochronologie als Zeitzeugen der Entstehung zu identifizieren ergab Fälldaten der Bäume zwischen 1568 und 1728. Damit sind Umbauten am Gebäude in diesem Zeitraum sehr wahrscheinlich.

Speicheransicht Nord 2006

Bevor wir das Geb├Ąude ├╝bernommen haben diente es als Getreidespeicher und Schrotm├╝hle. Im Keller war eine Hammerm├╝hle installiert und der Getreidestaub in Verbindung mit Feuchtigkeit und Holzsch├Ądlingen hat den verbauten H├Âlzern erheblich geschadet. Insbesondere die Nadelholzbalken sind teilweise erheblich geschw├Ącht. Die in letzter Zeit vorgenommenen Umbauten waren nicht immer zum Vorteil der Bausubstanz. Auch wir haben leider aus Unwissenheit unseren Beitrag zu diesem Zustand geleistet. Seit wir aber um die Umst├Ąnde und den historischen Hintergrund des Geb├Ąudes wissen, werden wir zuk├╝nftig sehr sorgsam und vorsichtig mit der bestehenden Bausubstanz umgehen.

Auf diesen Seiten möchten wir unseren historischen Speicher der Öffentlichkeit präsentieren. Der erste Schritt ist getan - eine sehr interessante wissenschaftliche Arbeit ist entstanden. Einen stark komprimierten Auszug dieser Arbeit, die sich mit der Schadenskartierung des Aussenmauerwerkes insbesondere mit dem des des s├╝dlichen Giebels beschäftigt, finden Sie hier in Form einer kleinen Internetpräsentation. Bei Interesse kann diese Arbeit in der Bibliothek der Fachhochschule in Wismar studiert werden. Wir sind ebenfalls im Besitz einer der insgesamt fünf Aktenordner umfassenden Ausgabe dieser Diplomarbeit.

Haben Sie Informationen zur Baugeschichte oder k├Ânnen Sie Unterst├╝tzung bei der Forschung und Erhaltung des Klosterspeichers beitragen, kontaktieren Sie uns bitte ├╝ber unser Kontaktformular. Wir sind auch offen f├╝r jede Form von nichtkommerzieller Forschung.

Startseite  |   Farpen  |   Baugeschichte  |   Bestand  |   Aussenmauerwerk  |   Fotogalerie  |   Sitemap  |   Impressum  
 
© by Olaf Reinike 2003 - 2009   -   letzte Änderung 06.05.2009